Die Stockmann-Orgel in                       St. Peter & Paul Straelen

Disposition

Rückpositiv

Hauptwerk

1

Gedackt

8'

10

Bordun

16'

2

Dolce

8'

11

Principal

8'

3

Praestant

4'

12

Viola di Gamba

8'

4

Blockflöte

4'

13

Offenflöte

8'

5

Oktave

2'

14

Oktave

4'

6

Nasat

1 1/3'

15

Flöte

4'

7

Sesquialter

2f.

16

Quinte

2 2/3'

8

Scharff

2-3f.

17

Oktave

2'

9

Cromorne

8'

18

Mixtur

4f.

 

19

Trompete

8'

 

Schwellwerk

Pedalwerk

20

Gedackt

16'

36

Contrabass

16'

21

Unda maris

8'

37

Subbass

16'

22

Geigenprinzipal

8'

38

Quintbass

10 2/3'

23

Flöte

8'

39

Oktavbass

8'

24

Salicional

8'

40

Choralbass

4'

25

Vox coelestis

8'

41

Hintersatz

2 2/3'

26

Prinzipal

4'

42

Posaune

16'

27

Querflöte

4'

43

Trompete

8'

28

Quinte

2 2/3'

 

29

Piccolo

2'

 

30

Terz

1 3/5'

 

31

Nachthorn

1'

 

32

Trompette

8'

 

Glockenstern

 

33

Clairon harm.

4'

 

34

Hautbois

8'

 

35

Clarinette

8'

 

(durchschlagend)

     

 

 

 

Weiter unten sehen Sie die Geschichte!

 

Kurze Geschichte der Orgel

Die Stockmann - Orgel in St. Peter und Paul Straelen
Die neue Orgel der Firma Gebrüder Stockmann Orgelbau in Werl ist bereits die vierte in diesem Jahrhundert. Bis 1921 existierte eine Orgel romantischer Prägung, gefertigt in der damals üblichen Bauweise der Schleiflade. Über die Disposition und den Orgelbauer ist konkret nichts bekannt; allerdings lassen einige Register, die aus dieser Orgel teilweise (Nr 14) oder auch komplett erhalten und wiederverwendet wurden (Nr.1, 10, 16, 17, 20, 21), Rückschlüsse auf eine Orgel eventuell des Orgelbauers Rütter aus Kevelaer zu. Im Jahre 1921 wird die nächste Orgel geweiht. Sie hatte 31 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Die Spieltraktur wurde als pneumatische Membranlade gefertigt; diese Traktur wurde 1941 elektrifiziert und die Orgel gleichzeitig um ein Rückpositiv auf 42 Register erweitert.

1972 wird vom Orgelbauer Seifert aus Kevelaer die "Unzulänglichkeit des Instruments" in einem Gutachten bestätigt. Erst 1988 wird das Orgelprojekt aufgenommen und durchgeführt. Im alten, neogotischen Gehäuse eines Herrn „van Dinter“ aus Venlo entstand nebst einem dem Hauptwerk angepassten neuen Rückpositiv ein technischer Neubau unter Verwendung mechanischer Schleifladen und eines Großteiles der schönen alten Stimmen aus der hochromantischen Phase des deutschen Orgelbaus. Daher ist die Stockmann - Orgel von 1991 auch ein klanglicher Zeuge aus vergangener Zeit.

Die Orgel hat alle oben am Stockmann - Spieltisch eine SINUA-Setzeranlage mit allen Oktav- und diat. Transponier-Koppeln;Tutti; Sforzando und Sostenuto für die Manualwerke; Crescendo - und Schwelltritt (III. Manual).
Der neue mobile GAIDA-Spieltisch (alter Klais-Spieltisch des Saalbau in Essen) bietet ebenfalls alle Koppeln und Transponier-Funktionen. Er ist mittels LAN-Verbinung mit der Orgel verbunden und  bietet ungeahnte Möglichkeiten in der Kirche.

Die heutige Disposition weicht in mehreren Punkten von der Originaldisposition von Ekkehard Stier ab; so wurde im RP ein Streicher (Dolce 8’ statt der Quintadena 8’) installiert. Im SW ersetzt seit 2006 eine Trompette harm.8' das Basson 16' und Clairon harm. 4’ steht auf dem Stock der Mixtur 3f. Außerdem wurde die Rohrflöte 8' zu Unda Maris 8' umgestimmt.

Im Jahre 2005 wurde der Gedacktbass des Pedals zum 10 2/3’ umgestellt und umintoniert; dabei wurde durch die Verwendung 8 neuer Pfeifen die Mensur erweitert. Der Kombinationston kann sowohl mit dem Subbass 16’ als auch mit Contrabass 16’ verwendet werden. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden die Winddrücke erhöht:


HW: 109 mm - SW: 101 mm - PW: 120 mm

 

Diese Maßnahmen sind reversibel und verändern den Klang der Orgel nur positiv; die Orgel hat bedeutend an Grundtönigkeit gewonnen und die sinfonische Kraft des Schwellwerkes ist jetzt (auch noch im Tutti) sehr beeindruckend.

Otto Maria Krämer
Berghsweg 12
47638 Straelen

 

otto.m.kraemer(@)t-online.de

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